Bei den Weltmeisterschaften auf Hawaii bestritt Klaus Loder seinen bisher besten Ironman .

 

  

Persönlicher Wettkampfeindruck von Klaus Loder

 

Schwimmen:

 

Als der Startschuss um 7:00 Uhr in der Bucht von Kona fiel suchte ich nach einer Möglichkeit frei nach vorne schwimmen zu können. Dies war jedoch nicht möglich, da seitlich der Strecke Helfer auf Surfbrettern das riesige Feld in die richtige Richtung lenkten. Also blieb mir bis KM 2 nichts anderes übrig als im großen Pulk mitzuschwimmen. Nach dem Wendepunkt hatte ich mehr Platz und konnte meinen Rhythmus schwimmen. Beim Ausstieg aus dem Wasser blieb die Uhr bei 1:03:47 stehen. Der Wechsel auf das Rad verlief dank der vielen Helfer trotz enger Wechselzone problemlos.

Radfahren: 

 Mein Motto auf der Radstrecke war : Nicht zuviel Kraft verschwenden um noch eine akzeptable Marathonzeit zu erreichen. Durch die orkanartigen Windböen  war es jedoch sehr schwer dieses Vorhaben in der Praxis umzusetzen. Über 120 KM musste mit starkem Gegenwind oder Seitenwind gefahren werden. Dies hatte zur Folge, dass in diesem Jahr die Zeiten für die 180 KM ca. 45 Minuten langsamer waren , als die Jahre zuvor. Zudem wurde durch die strengen Wettkampfschiedsrichter auf Motorrädern sehr genau darauf geachtet, dass kein Windschatten gefahren wurde. Ich konnte beobachten wie 4 Triathleten um mich auf den ersten 80 KM eine Zeitstrafe erhielten.

Ab dem Wendepunkt in Hawii wurde es richtig heiß. An den zahlreichen Verpflegungsstationen war es sehrgut möglich sich ausreichend zu kühlen. Die Radzeit von 5:57:05 waren wegen den schwierigen Bedingungen o.k.  

Laufen: 

Beim abschließenden Marathonlauf steuerte ich jede Verpflegungsstation an . Um die Körpertemperatur zu senken nahm ich kleine Eiswürfel unter meine Schirmmütze. Zusätzlich hatte ich eine Trinkflasche in einem Hüftbeutel bei mir . So konnte ich mich außerhalb der Verpflegungsstände mit Getränken ( überwiegend Cola ) versorgen. Bei KM 5 und bei KM 30 kam mir durch einen Wendepunkt mein Trainingskollege Urs Walter entgegen. Dies motivierte mich zusätzlich. Die Stimmung auf der  Strecke war unbeschreiblich. Überall wurde man von wildfremden Leuten fanatisch angefeuert. Zurufe wie : „ Hey , you du a good Job „ , oder “ Hey , your look good “ .  

Den anspruchsvollen Marathon konnte ich in der Zeit von 3:34:53  zum ersten Mal in einem Ironman problemlos durchlaufen. In der Gesamtzeit von 10:43:14 Stunden lief ich als Tageslichtfinisher im Ziel in Kona ein. In der Altersklasse belegte ich Rang 34 in der Gesamtplatzierung Rang 336 von ca. 1700 Teilnehmern.

Für mich war die Weltmeisterschaft von Hawaii der beste Wettkampf seit ich Triathlon mache und das sind mittlerweile 18 Jahre.

                  

Einzelzeiten Klaus Loder

 

3,8 KM Schwimmen                        1:03.47 Stunden

180 KM Radfahren                          5:57:14 Stunden    

                   

42,2 KM Laufen                                3:34:53  Stunden

Gesamtzeit:                                        10:43:14 Stunden

Platzierung Gesamt: 335 von 1728

Platzierung Altersklasse: 34 von 230