Schwarzwald (Tor)tour mit Klaus

 

247 KM / 9:54 Fahrzeit / 4600 Höhenmeter

 

 

( Text Martin Schlagenhauf , technische Daten Klaus )

 

 

 

 

 

                    Martin              Klaus        Beat       Christina        Urs        Hugo        Heinz            Daniel

 

 

Am vergangenen Wochenende (9.+10. Mai) konnten einige Tristarler das wunderbare Panorama im nahe gelegenen Schwarzwald kennen lernen. Ausgangspunkt war das Sporthotel Sonnhalde in Saig. Das Dorf  liegt auf einer Hochebene ca. 1000mü.M. in der Nähe von Titisee / Neustadt.

 

Eingeladen hatte Klaus Loder. Er hatte für uns zwei abwechslungsreiche und anspruchsvolle Routen vorbereitet.

Wegen des unsicheren Wetters, Meteo Schweiz + Deutschland meldeten fürs Wochenende alles mögliche, so ungenau und ratlos wie eigentlich das ganze Jahr über, mussten wir die Königsetappe vom Sonntag auf den Samstag verschieben. Mit Christina, Beat, Heinz, Klaus, Urs, Dani, Hugo und Martin stellten sich acht Unverwüstliche dieser grossen Herausforderung.

 

 

Die 7 Pässe Tour ( Münstertal )  am ersten Tag waren 2800 Höhenmeter und 137 KM Fahrzeit 5:33 Stunden.

 

 

 

Um genau 8.45 Uhr hiess es „und ab“.

Kaum abgefahren, nach ca. 300m meldete das mobile Navi eine erste Rechtskurve. Die Tätigkeit des Navigierens besteht aus drei Teilbereichen Bestimmen der geografischen Position durch Ortsbestimmung nach verschiedensten Methoden, Berechnen des optimalen Weges zum Ziel und Führen des Fahrzeugs zu diesem Ziel, also vor allem das Halten des optimalen Kurses.

Wir alle folgten diesem Rat und landeten schliesslich in einer Sackgasse. Hoppla. Gesagt hat niemand was aber in Gedanken haben einige angefangen zu spekulieren wie das wohl weitergehen könnte. Sind wir zum Nachtessen zurück, finden wir das Hotel wieder, hätten wir ein Biwak mitnehmen sollen?

 

Aber schon nach kurzer Zeit hatte sich Klaus mit seinem mobilen Wegweiser versöhnt und es ging flott ins Tal hinunter. Mit dem Feldberg, dem Übergang Böllen-Halden, dem Übergang Münstertal-Wiedener Eck, dem Übergang Präg-Bernau und dem Äulemer Kreuz standen fünf kleinere Pässe auf dem Tagesprogramm.

 

Unterwegs passierten wir die Gegend  „Vorderes Elend“. Der Name verhiess nichts gutes. Aber es passierte nichts dergleichen. Die ganze Truppe harmonierte sehr gut. Auch das Wetter spielte mit. Armlinge und Beinlinge konnten schon bald in den Rückentaschen verstaut werden.

 

Nach 70km war der Mittagshalt eingeplant. Auf dem Wiedener Eck (Pass 3) nach 80km testete Klaus die Treue seiner Truppe. Nur noch 20km bis zum Halt, das sei doch machbar, oder? Weil 80+20=70 oder? Zum Glück für uns alle präsentierte sich gleich neben uns auf dem Berg eine schöne Gartenbeiz. Wir konnten nicht widerstehen. Frisch gestärkt meisterten wir auch die letzten beiden tiefsten Stellen zwischen zwei Gebirgszügen.

 

Beim abschliessenden Auslaufen im nahe gelegenen Wald ging uns schon bald die Strasse aus. Und schon wieder war das Navi gefragt. Nach kurzem Aufenthalt im Unterholz und nach erfolgreicher Behandlung von einigen Oberschenkelkrämpfen kehrten wir wieder auf die Strasse zurück.

 

Gleichermassen anerkennend wie nachdenklich durften wir die Variante „Auslaufen mit Dani Sigg“ miterleben. Kurzer Antritt an der Spitze, Vorsprung herauslaufen – warten bis sich alle wieder herangekämpft haben, umdrehen und sagen „das wars, ich gehe zurück“.

 

Kaum zurück im Hotel begann es ziemlich stark zu regnen. Beim Nachtessen konnten wir dem eindrücklichen Gewitter aus nächster Nähe zuschauen.

 

 

Unser Tourenleiter hatte nicht nur uns sondern auch die ganze Crew des Hotels fest im Griff. Das Nachessen entsprach genau unseren Wünschen. Klaus hatte nichts dem Zufall überlassen. Schon vorgängig hatte er per Mail unsere Menüvorstellungen kundgetan.

 

Der eigentliche Star an diesem Wochenende war aber eine noch ganz kleine Person. Valentina konnte mit ihrem fröhlichen Lachen alle um den Finger wickeln.

 

Mit Catherine, Therese, Karin und Dagmar hatte sie mit Abstand den grössten Begleittross.

Vroni stattete uns leider nur eine Kurzvisite am Abend ab. Frühmorgens reiste Sie wieder ab zu einer Konkurrenzveranstaltung.

 

Der Sonntag Morgen begann freundlich. Dani verabschiedete sich nach dem obligaten Gruppenfoto per Velo Richtung Merishausen. Er wollte alleine fahren, der Samstag sei für Ihn einfach zu lasch gewesen.

Nu gut, wir anderen wollten es nochmals versuchen. Wie schon am Vortag gab es auch am Sonntag ein ausführliches Breeving mit Klaus. Die Route stand fest. Das Navi war gefüllt. An der schon seit Wochen geplanten Route durfte nicht mehr verhandelt werden.

 

Oder doch. Irgend jemand, vielleicht sogar derjenige, der sich am Morgen Richtung Merishausen verdrückte, hatte am Vorabend nach dem Nachtessen das Thema „Kandel“ aufgegriffen. Der Kandel sei sehr schön, für jeden Velofahrer ein „Muss“.

Leider lag der Berg ausser unserer Routen-Reichweite.

Die perfide Attacke brachte Klaus mächtig ins grübeln, wahrscheinlich konnte er kaum schlafen. Natürlich hielten wir zu Klaus. Es hat sich gelohnt.

 

 

Die 4 Hügel Tour ( Hexenlochmühle ) am zweiten Tag waren 1800 Höhenmeter und 110 KM 4:21 Stunden .

 

 

 

 

 

Eine sehr schöne Etappe bei schönem Wetter via Feldberg-Thurner-Glashütte-Hexenloch-Neueck-Furtwangen-Vöhrenbach-Neustadt-Lenzkirch folgte.

 

Der zu lang geratene Mittagshalt auf einer Sonnenterrasse wurde uns noch zum Verhängnis. Kurz vor Saig, einen Kilometer vor dem Ziel wurden wir von einem heftigen Regenschauer eingedeckt. Aber das trübte die gute Stimmung keinesfalls. Wir und unser Sportgerät mussten sowieso in die Reinigung.

 

Zum Abschluss gab es noch Pasta für alle. Nach dem Schlusswort von Klaus ging es ab nach Hause. Es war ein sehr gelungenes Wochenende in einem sehr schönen Sporthotel in einem schönen Gebiet. Das Hotel Sonnhalde in Saig ist ein Geheimtipp, perfektes  Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Es waren sich alle einig. So etwas muss wiederholt werden. Auch im nächsten Jahr möchten wir wieder dabei sein. Der Anlass ist offen für  alle. Es wäre schön, wenn sich noch weitere Tristarler dazu gesellen würden. Je nach Anzahl der Teilnehmer wird es zwei oder mehrere Gruppen mit angepasstem Tempo geben.

 

 

Vielen Dank an Klaus

  

Martin Schlagenhauf      

 

 

 

Vielen Dank an Martin für den lebhaften, ausführlichen Bericht.

 

Mit sportlichen Grüßen

 

Klaus