Kurzbericht vom 1. Internationalen Bodenseemagathlon.

 

 

 

 

 

Am 28.08.2005 fiel um 9:15 der Startschuß zum 1. internationalen Bodenseemegathlon im Strandbad von Iznang. Insgesamt versuchten 930 Ausdauersportler (193 Teams und 158 Einzelstarten ) möglichst schnell die Distanzen von 2,5 KM Schwimmen, 25,5 KM Inlineskaten, 60 KM Radfahren und 12 KM laufen hinter sich zu bringen.

 

Schwimmen:

Optimale Bedingungen herrschten beim Start des Schwimmens bei ca. 19 Grad Wassertemperthur und spiegelglatter Wasseroberfläche. Im gleichmäßigen Tempo legte ich die Schwimmstrecke zurück und erreichte in der Zeit von 35:55 Minuten auf Rang 12 in der Gesamtwertung das Ziel im Strandbad der Mettnau. Bei den Einzelstartern lag ich zu diesem Zeitpunkt auf Rang 2.

 

Skating:

 Bei den Teams wurde durch Abschlag an den Inlineskater übergeben. Bei mir ging es weitaus hektischer zu. Zuerst bei Puls 160 versuchen etwas zu trinken. Danach den Kleiderbeutel mit den Inliners, Schutzausrüstung und Verpflegung suchen. Nach ca. 5 Minuten Wechselzeit konnte ich den Wettkampf fortsetzen. Zahlreiche scharfe Richtungswechsel, viele Überholungsmanöver forderten sehr viel Konzentration. Beim erreichen der Stadtgrenze von Konstanz mussten die 3 Ampeln beachtet werden. Bei rot hieß es warten. Wer diese Signale nicht beachtet wurde von Polizei Konstanz auf Video gefilmt. So gab es vor jeder Ampelanlage größere Gruppen. Bei Grün gab es dann Sprints um die Führungsposition. Kurz vor erreichen Wechselzone an der Fachhochschule in Konstanz führte die Strecke über eine Brücke bergab die unmittelbar in einen engen Kreisverkehr . Aber auch diese Hindernis konnte ich problemlos meistern. Für die  25,5 KM lange Inlineskatestrecke benötigte ich 54:32 Minuten.

 

Radfahren:

Nach einem schnellen Wechsel von 1:37 Minuten auf das Rennrad ging es weiter auf 60 KM lange Radstrecke. Schnell bildeten sich hier kleinere Gruppen. Windschattenfahren war erlaubt. Etwas ungewöhnlich war die geschlossene Bahnschranke zwischen Steckborn und Stein am Rhein. Auch hier hieß es wieder warten. Im Sprinttempo ging es dann wieder weiter. Bei den leichten Anstiegen kurz nach Stein am Rhein fiele der Radfahrer ab. Nach dem scharfen Anstieg vom Zollamt Gailingen Brücke nach Gailingen waren von ca. 16 Radsportlern gerade noch 5 übrig. Die Gruppe reduzierte sich bis Stein am Rhein auf 2 die jedoch vor erreichen der Wechselzone in Wangen auf eine weitere 7 er Gruppe auffahren konnte. Nun konnte oder wollte keiner mehr Führungsarbeit leisten. An den Startnummern konnte ich erkennen, dass ich der einzige Einzelstarter übrig beblieben war. Für die 60 KM Radstrecke benötigte ich 1:30:24 Stunden.

 

Laufen:

Der Wechsel von der Radstrecke auf die Laufstrecke verlief in Wangen problemlos. Schnell ging es auf die 12 KM lange Laustrecke auf den überwiegend befestigten Radwegen . Hier spürte ich , dass ich bereits schon 3 Stunden unterwegs war. Die Temperatur stieg auf 26 Grad und die wellige Laufstrecke hatte wenig Schatten. Der Puls pendelte sich bei 170 Schlägen ein. Allerdings wurde ich von keinen der Teams überholt. Ich konnte sogar noch 2 Plätze gutmachen. Mit Cola und Zuckerlösung und den 2 Verpflegungsstationen konnte ich auch die 12 KM hinter mich bringen. Für die 12 KM von Wangen nach Iznang benötigte ich 51 Minuten. In einer Gesamtzeit von 3:58:43 Stunden lief ich im Ziel  in Iznang ein.

 

Platzierung:

In der Gesamtwertung der 158 Einzelstarter lag ich auf Rang 6. In der Altersklassenwertung von 58 Teilnehmern auf auf einem unerwarteten Rang 2 über den ich mich sehr freute .

 

Dankeschön:

An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an Rainer Wursthorn von den Hot Wheelers Schwenningen für die vielen Tipps beim Inlineskaten und meine Frau Veronika für die Unterstützung vor und am Wettkampftag.

 

Was noch unbedingt erwähnt werden sollte:

 

Landschaftlich gesehen ist der Megathlon rund um den Untersee des Bodensees einer der schönsten Wettkämpfe an dem ich bisher teilgenommen habe. Wer sich zutraut die rund 110 KM mit dem Fahrrad zurückzulegen, sollte die Radtour in seine Planungen berücksichtigen.