Auf den Spuren des Bayernhönig Max II

Vom Bodensee zum Königssee

 

 

 

 

                                           Bernhard Schmid                        Klaus Loder                    Olli Koch                    Thomas Weißhaar

 

Über das verlängerte Wochenende vom Freitag, 24.06.2005 bis Montag,  27.06.2005, wandelten  Klaus Loder, Oliver Koch, Bernhard Schmid und meine Wenigkeit, Thomas Weißhaar auf den Spuren von König Max II, der um Land und Leute kennen zu lernen vor fast 150 Jahren mit seinem Staatstross diese Tour unternahm. Allerdings benötigte er 5 Wochen dafür.

 

Wir hatten allerdings nicht so viel Zeit. Nach dem Buch „Alpencross“ von Achim Zahn ist die Strecke in 9 Etappen gegliedert. Man kommt dann doch immerhin auf 605 km und 16600 hm.

 

 

                                                       

 

 

  1. Tag/Freitag, 24.06.2005

 

Voller Elan gingen wir an das Tagwerk, nachdem Alwin Engesser so nett war, uns nach Lindau zu fahren. Als erstes ging es über den Pfänder, weiter in Richtung Langen, Geschwend, Rotach  zum Alpenstüble Moos. Hier wäre nach der Vorlage des Buches die Etappe am  Alpengasthof Hörmoos zu Ende gewesen.

Wir fuhren aber weiter in Richtung Hochgrat. An der Talstation Häderich-Lift übersahen wir leider ein Hinweisschild und fuhren auf den Hochhädrich. Mein Tacho zeigte bei der Auffahrt bis zu 36 Grad an.  Erst oben bemerkten wir, dass wir falsch sind. Wir fuhren wieder zurück zur Talstation und genossen kurz den Fahrtwind bei der Abfahrt, um sogleich den mühseligen Aufstieg zum Hochgrat in Angriff zu nehmen. Die Auffahrt ist sehr steil und mit losem Schotter belegt, so dass eine lange Schiebepassage anstand, wo bei allen viel Kraft verloren ging. Sollte jemand mal die Tour nachfahren, kann er ruhig auf den Hochhädrich wie wir hochfahren und von dort die Abfahrt in Richtung Scheidwangalpe in Angriff  nehmen.  Auf die Schiebepassage und den Hochgrat kann man getrost verzichten und auf dem Hochhädrich ist die Aussicht auch super.

 

Wir fuhren noch weiter bis Sonthofen und hatten eine nette Unterkunft in der Micheal-Schuster-Hütte.

 

Daten der Strecke:

 

Km 83; Zeit 6:57; HF mittel 123 (nur die Profis), hm 2800 und Durchschnittsgeschw. 11,9 km/h

 

  1. Tag/Samstag, 25.06.2005

 

Weiter ging es über den Zwölferkopf/Hornalpe nach Hindelang, wo wir uns mal wieder verköstigen mussten.  Danach über die Alpenstraße nach Unterjoch und über die Grenze nach Österreich und weiter übers Vilstal nach Pfronten. Dann weiter über Rossmoos und am Weißensee vorbei bis nach Füssen. Auf den letzten Metern kamen wir noch in einen leichten Schauer. Nach der Hitze am Vortag schadete uns die Abkühlung nicht.

 

Übernachtung in der Jugendherberge in Füssen, diese ist ausgeschildert.

 

 

Daten der Strecke:

 

Km 77; Zeit: 6:12; HF mittel 111; hm 2000; Durchschnittsgeschwindigkeit 12,41 km/h

 

 

  1. Tag/Sonntag; 26.06.2005

 

Bei schönem Wetter ging es weiter  über Hohenschwangau, Marienbrücke/Pöllatbach zum Plansee. Danach zum Eibsee, über Grainau und Partnachklamm auf die Reintalangerhütte.

Die Gegend hier ist wunderschön und entschädigt für manches Zwicken in der Wade.

Daten der Strecke:

 

Km: 75; Zeit: 5.57; HF mittel 108; hm 1900; Durchschnittsgeschwindigkeit 12,64

 

 

4. Tag/Montag; 27.06.2005

 

Zum Abschluss ging es wieder die zurück von der Reintalangerhütte zur Partnachklamm und hoch zum Schachenhaus.

Da dies der letzte Anstieg war bei dieser Ausfahrt habe ich hier meine letzten Kräfte  verbraucht. Es war ein anstrengender Weg bis oben.

 

Danach die Abfahrt (mit schwachen Beinen auch nicht zu unterschätzen) bis nach Mittenwald. Wir sind von dort mit dem Zug wieder zurück gefahren.

 

Daten der Strecke:

 

Km 48; Zeit: 3.40; HF mittel 110; hm 1300 und die Durchschnittsgeschwindigkeit: 13,2 km/h

 

 

Schlusswort:

 

 Ich denke uns allen hat die Tour gut gefallen. Die Strecke hat den Vorteil, dass man oft an Brunnen und Einkehrmöglichkeiten vorbeifährt. Halt, an Einkehrmöglichkeiten fährt man nicht vorbei, ein Colaweizen kann, wie ich selbst feststellen musste, schon Wunder bewirken.

Die Länge der Streckenabschnitte ist individuell festlegbar. Es gibt genug Übernachtungsmöglichkeiten unterwegs.

Kartenmaterial ist unbedingt erforderlich, die Beschreibungen vom Buch  reichen nicht aus.

 

Ich habe mir fest vorgenommen die Tour 2006 zu Ende fahren.

 

 

Viel Spaß beim Nachfahren

 

 

Thomas Weißhaar