Berlinmarathlon mit Rene Quendt

 

 

 

3:38:27 Stunden

 

 

Nachdem ich einen Startplatz für meinen Dad und mich über einen Reiseveranstalter ergattert hatte, freute ich mich auf das Abenteuer Berlin Marathon. Einige hatten mir schon im Vorfeld erzählt, daß dies eine tolle Veranstaltung ist.

So bin ich dann mit dem Zug am 23.09.2010 bei schönstem Herbstwetter mit dem Zug nach Berlin gefahren. Nach knapp 8h konnte ich bei der Einfahrt in den neu erbauten (GLASPALAST) Hauptbahnhof Berlin schon den Reichstag, das Bundeskanzleramt und (wie sollte es auch anders sein)  die genau dazwischen liegende Schweizer Botschaft sehen. Am Abend bin ich dann mit der S-Bahn zum ehemaligen Grenzbahnhof Friedrichstrasse gefahren. Von dort bin ich durchs Brandenburger Tor gelaufen und habe „Unter den Linden“ zu Abend gegessen.

Am Freitagmorgen bin ich mit der U-Bahn zum Grenzmuseum „Bernauer Straße“ gefahren und habe mir die dort erhaltenen Grenzanlagen und das dortige Museum angeschaut. Gegen 13 Uhr traf dann mein Dad in Berlin ein. Nachdem wir seine Reisetasche in der Gepäckschließanlage verstaut hatten, sind wir zur Startnummernausgabe auf die Sportmesse „Berlin Vital“ am Flughafen Berlin- Tempelhof gefahren. Nachdem wir noch über die EXPO mit über 170 Ausstellern geschaut hatten ging es wieder zurück nach Berlin – Mitte. Nachdem wir uns den Checkpoint Charly und den Fernsehturm am Alex von unten angeschaut hatten, nutzten wir das herrliche Spätsommerwetter zu einem Abendessen an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz.

Samstagmorgen begann der Tag mit der Fahrt zum „Schloss Charlottenburg“. Dort startete der Frühstückslauf über 6km zum Olympiastadion. Nach ca. 35 min liefen wir durch das Marathontor in dieses riesige Stadion ein. Nach einer Runde auf der blauen Laufbahn, stellte der Hauptsponsor real,- noch für jeden der 11.000 Teilnehmer ein ausreichendes Frühstück zur Verfügung (Anm. Leider lief dies wie bei einer Raubtierfütterung ab). Nach einer kurzen Besichtigung des Stadions und der obligatorischen Fotos ging es zum Duschen zurück ins Hotel. Am Nachmittag kam dann der Regen.  Wir nutzten das hervorragende Nahverkehrssystem der Stadt und besichtigten die Museumsinsel mit Pergamonmuseum. Im Anschluss durfte natürlich der Besuch des Kurfürstendamms mit Besichtigung des Museum „The Story of Berlin“ und eines für den kalten Krieges gebauten Atomschutzbunkers nicht fehlen. Das Abendessen nahmen war dann am „Potsdamer Platz“ ein. 

Sonntag Lauftag. Bei 10 Grad Lufttemperatur und strömenden Regen ging es für meinen Dad und mich los. Was für eine Menschenmenge knapp 36.000 Läufer sind gestartet und wir mittendrin. Wow! Zuerst ging es an der Siegessäule, Ernst-Reuter-Platz, am Bundeskanzleramt in die Nähe des Fernsehturms. Die aufgestellten Uhren des Veranstalters zeigten dort nach 10 km für meinen Dad 53:32 min und für mich 42:58 min. Damit waren wir beide ca. 3 min schneller waren als wir geplant hatten. Weiter führte die Laufstrecke über den Strausberger Platz vorbei am Kottbuser Tor zur Potsdamer Straße zur Halbmarathon Marke. Mein Dad wollte dort nach 1:50h sein. Ich wollte diesen Punkt nach 1:37h erreichen. Für meinen Dad blieb die Uhr nach 1:51:14 Std. stehen und für mich nach 1:31:45 Std. Ich fühlte mich gut die Beine waren locker und Probleme zeichneten sich noch nicht ab. Die nächsten 10 km sollten uns am Rathaus Schöneberg, den Platz am Wilden Eber bis zur Kreuzkirche führen. Bei km 22 spürte ich urplötzlich ein stechen im Magen. Bei km 23 musste ich die Laufstrecke verlassen und ein am Rand befindliches Hotel aufsuchen. Ich bekam Durchfall und mir wurde Übel. Nachdem ich dort meinen Magen zum ersten Mal entleerte ging es zurück auf die Laufstrecke. Bis jetzt lag ich ja noch gut in der Zeit. Die 30 km zeigte 2:36:33 Std. für meinen Dad, womit er weiterhin voll im Plan für seine geplante Zeit von 3:45 Std. lag. Für mich zeigte die Uhr 2:16:29 Std., immer noch ein Polster für meine geplante Zielzeit von 3:15 Std. Mein Magen machte mir aber weiterhin Probleme. Bei km 32 musste ich mich das erste Mal übergeben und bei km 34 km nochmals eine aufgestellte Toilette aufsuchen. An Essen war nun nicht mehr zu denkenL. An der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche zeigten unsere Uhren 3:01:27 Std. und 2:44:57 Std. Mir war klar, daß ich mein Ziel nun nicht mehr erreichen konnte. Für meinen Dad lief es weiterhin super. Bei km 37 musste ich mich ein weiteres Mal übergeben, damit nicht genug am Potsdamer Platz suchte ich nochmals bei km 38 die Toilette auf.  Kraft hatte ich nun keine mehr. Aber aufgegeben, NIEMALS. Vorbei am Konzerthaus Gendarmenmarkt km 40, ging es für die letzten 1000 m auf die Allee „Unter den Linden“. Nach der Durchquerung des Brandenburger Tors waren es noch 400m bis zum Ziel. Für meinen Dad blieb die Uhr bei seinem ersten Marathon nach 3:37:20 Std, stehen. Womit er fast 8 min unter seiner geplanten Zeit blieb. Für mich endete der Marathon nach enttäuschenden 3:38:27 Std. Aufgrund der Umstände war ich dennoch erleichtert das Ziel erreicht zu haben. Mit unseren Zeiten blieben wir dennoch im ersten Viertel der Teilnehmer.

Fazit:

Mein Dad war glücklich seinen ersten Marathon in dieser Zeit beendet zu haben. Dabei lief er die zweite Hälfte des Marathons 5 min schneller als die erste Hälfte.

Für mich, tja. In Roth auf der Marathon Strecke eingebrochen und in Berlin wieder Probleme. Trotz guter Vorbereitung, lief es wieder nicht. Somit bin ich schon recht enttäuscht. Aber 2011 kommt. Irgendwann klappt es schon.

 

Danke für den tollen Bericht

 

Gruss Klaus

 

Hier die Zeiten:

Wolfgang

Split

Zeit

Diff

min/km

km/h

5 km

00:26:27

26:27

05:18

11.35

10 km

00:53:32

27:05

05:26

11.07

15 km

01:19:41

26:09

05:14

11.48

20 km

01:45:36

25:55

05:12

11.57

Halb

01:51:14

05:38

05:09

11.69

25 km

02:11:24

20:10

05:10

11.61

30 km

02:36:33

25:09

05:02

11.93

35 km

03:01:27

24:54

04:59

12.05

40 km

03:26:14

24:47

04:58

12.1

Netto

03:37:20

11:06

05:04

11.86

 

René

Split

Zeit

Diff

min/km

km/h

5 km

00:21:35

21:35

04:19

13.9

10 km

00:42:58

21:23

04:17

14.03

15 km

01:04:50

21:52

04:23

13.72

20 km

01:26:54

22:04

04:25

13.6

Halb

01:31:45

04:51

04:25

13.59

25 km

01:52:14

20:29

05:15

11.43

30 km

02:16:29

24:15

04:51

12.37

35 km

02:44:57

28:28

05:42

10.53

40 km

03:23:11

38:14

07:39

7.85

Netto

03:38:27

15:16

06:58

8.62