Pässetour rund um den Klausenpass am 22.09.2007

Klausen-Ibergeregg-Sattelegg

165 KM, 3200 HM, 7:15 Stunden Fahrzeit

 

 

Klaus                Thomas            Juanjo

 

 

                                               

 

Foto: Juanjo vom Klausenpass

 

 

Ausgangspunkt der Tour war Reichenburg, wo wir uns gut einradeln konnten bis Linthal, wo es eigentlich losgehen sollte, der Klausenpass. Der Klausenpass ist ein relativ bekannter Pass in der Zentralschweiz und verbindet das Uri mit dem Kanton Glarus. Er liegt östlich des Vierwaldstätter Sees, inmitten der Glarner Alpen. Von Osten radelt man an der Linth entlang, im Westen rollt man durch das Schächental. Die höchsten Punkte die man bei der Fahrt über den Klausenpass zu Gesicht bekommt, sind der Clariden (3267m) und der Gremsfairenstock (2972m).

Gleich am Ortsausgang von Linthal steigt die Strasse in einem ersten Serpentinengeschlängel stetig an. Die unteren Kehren erinnern ein bisschen an den Gotthard, da sie aus Kopfsteinpflaster bestehen. Danach ist die Strasse allerdings in einem sehr guten Zustand. Nach einigen Kilometern erreicht man die Grenze zwischen Uri und Glarus am Urnerboden, der ca. 4 km lang flach bis schwach ansteigend zum zweiten und letzten Serpentinengewirr führt. Ab hier haben die Erbauer des Klausenpasses ganze Arbeit geleistet: Zahlreiche Kehren sind übereinander geschachtelt, was einen teilweise an den Steilhang des Stilfser Jochs erinnert. Auf der Passhöhe ( 1952 m ) angekommen, treibt es einen gleich wieder in die Abfahrt auf der 100-jährigen Klausenstrasse durch gefährliche Kurven und steilen Abhängen nach Altdorf hinunter. Auf der Abfahrt halfen Klaus und Thomas einem Schweizer Radler, der einen Platten hatte!

In Alfdorf angekommen war am Wilhelm-Platz erstmal Pause angesagt. Von da an ging es am Vierwaldstätter-See entlang bis Schwyz. Schöne Aussichten entschädigten den starken Gegenwind! In Schwyz ging es dann am Kreisverkehr gleich weg Richtung Ibergeregg.

Der Ibergeregg erscheint wegen seiner Charakteristik eher dem Schwarzwald und weniger den Alpen zugehörig. Bei der Überfahrt bieten sich dem Radler mehrfach wunderbare Blicke hinab zum Vierwaldstätter See und die ihn umgebenden Berge. Das bis zu 14% steile und zweispurig ausgebaute Sträßchen führt windungsreich durch dichten Mischwald. Hat man die Ski- und Snowboardschule passiert, ändert sich das Straßen- und Landschaftsbild.In eng übereinander gelegte Kehren ergeben sich dem Betrachter gute Ausblicke auf die umliegenden Berge und ins Tal. Oben angekommen sieht man das Paßschild welches 1406 m anzeigt! Nachdem alle oben heil angekommen waren, gab es erstmal auf der Terrasse des Restaurant ne Cola, um den Blutzuckerspiegel in die richtige Spur zu bringen. Der Pass machte jedem zu schaffen, Thomas meinte nur ob es auch Vierfach für´s Rennrad gibt! Nach der Cola ging´s erstmal bergab und nach ungefähr 7 km erreicht man den Sihlsee.

Der Passübergang Sattelegg ( 1109 m) verbindet das Hochtal von Einsiedeln mit dem Wägital und führt von Willerzell nach Siebnen.

Am Sihlsee, in der kleinen Ortschaft Willerzell beginnt die Straße hinauf zur Sattelegg. Die ersten Kilometer sind sehr flach und führen an Kuhweiden und Bauernhöfen vorbei. Sobald die Straße in den Wald eintritt, wird die Steigung beträchtlich größer. Auf einer weitgehend geraden Strecke geht es mit durchschnittlich 8% Richtung Passhöhe. Leider fehlt oben das obligatorische Passschild, dafür gibt es ein Restaurant mit einer großen Sonnenterasse, von der aus die nahen Glarner Alpen bewundert werden können.

Ohne Pause ging es auf der Abfahrt richtig zur Sache. Hier konnten hohe Geschwindigkeiten erreicht werden und scharfe Bremsmanöver geübt werden, um den richtigen Speed in den Serpentinen zu haben.

Nach der Abfahrt mussten nur noch ein paar Flachkilometer absolviert werden, welche gut zum Beine lockern waren, bis wir wieder zurück am Auto waren.

Alle waren sich einig das die Tour zwar hart, aber trotzdem sich der Tag richtig gelohnt hat! Vor allem das Wetter spielte perfekt mit und machte in der Gruppe richtig Spaß!

 

Vielen Dank an Juanjo für den tollen Bericht.

Gruß Klaus