Jakobsweg: Küstenweg

Bilbao - Santiago

 

705 km, 35 Std, 5 Tage, 9412 Hm

 

 

 

 

 Thomas                                    Juanjo

 

Nach langer Planung war es endlich soweit, der Vorabend vor der Jakobstour! Da ich 2003 schon den Hauptweg geradelt bin, wollte ich unbedingt der Jakobsweg an der spanischen Nordküste absolvieren. Diesmal nicht alleine, konnte Thomas dafür begeistern mitzuradeln.

 

Startpunkt sollte aus Zeitgründen nicht San Sebastian, sondern Bilbao sein, also haben wir die ersten 120 km ausgelassen, da wir nur 5 Tage Zeit hatten.

 

Den Hintransport war mit dem Nachtzug von Burgos nach Bilbao geplant. In Spanien werden Fahrräder nicht mitgenommen, außer in Regionalzügen oder in Nachtzügen. Also standen wir dann in Burgos um 2 Uhr und lösten die Fahrkarten. Schon das erste Problem, dieser Zug nicht keine Fahrräder mit. Wie das Problem gelöst wurde erzähle ich mal Euch beim Trainieren ( würde sonst die ganze Seite füllen ). Punkt 7.30 Uhr am Morgen ging es dann los.

 

Wir radelten zur Kathedrale von Bilbao und von da an führte uns der Weg am schönen Guggenheim-Museum vorbei. Zunächst führte der Weg durch Häuserschluchten, aber als der Großraum Bilbao verlassen wurde ging es munter hoch und runter, so sind auch die vielen Höhenmeter zu erklären! An diesen sehr warmen Tag radelten wir bis Santillana wo wir auf dem Campingplatz guten Unterschlupft für die Nacht fanden. Der nächste Tag sollte unsere Marathonetappe werden. 199km in knapp 10 Std Fahrzeit! Ziel war Aviles, ( ziemlich häßliche Anfahrt durch das Industriegebiet ). Hier wurde in der Pilgerherberge übernachtet!

 

Der anschließenden Tag ging mit Regen los. Also Regenklamotten an. Regen war so heftig das wir ein ausgedehntes Frühstück in einer Bar einnehmen mußten. Der Regen lies nach und wir konnten bis Ribadeo radeln. Bis hier war die rauhe Atlantikküste unserer Begleiter die uns mit schönen Anblicken die vielen harten Std auf dem Sattel etwas verschönte!

 

In Ribadeo mußten wir ins Hotel, um unsere Klamotten von der freundlichen Brasilianerin waschen zu lassen. Waren ja immer noch komplett naß!

 

Das Wetter zeigte sich am nächsten Morgen von seiner besten Seite, so konnten wir hochmotiviert weiterradeln. Heute waren nicht die KM entscheidend sondern die Höhenmeter. Am Ende des Tages standen 2800 drauf! Wir wollten unbedingt bis Sobraido fahren, weil hier die Pilgerherberge in einem Kloster eingerichtet ist. Dementsprechend war hier mit vielen Pilgern zu rechnen.

 

So nun am Letzten Tag hatten wir nur noch 64 km bis Santiago. Wir brauchten nur noch den gelben Pfeilen und Muscheln, so wie den ganzen Weg, zu folgen und endlich war das Ziel erreicht. Die Kathedrale von Santiago.

 

Mit sportlichen Grüßen

 

Juanjo