Urs Walter beim Inferno Triathlon unter den TOP TEN.

 

-   5500 Höhenmeter

-    Traumwetter

-    Optimale Vorbereitung

-     Super Naturerlebnis

 

 

 

 

Gesamtzeit : 10:06:07 Stunden

Gesamtplatzierung : Rang 7

Altersklasse: Rang 5

 

 

Der INFERNO Triathlon ist mit 5'500 Steigungsmetern einer der härtesten der Welt und wird bereits jetzt zu den Klassikern gezählt. Das unvergleichliche Naturerlebnis in der einmaligen Bergwelt des Berner Oberlandes und die familiäre Stimmung machen den INFERNO zu einem der eindrücklichsten Wettkämpfe. Sport vor der schönsten Kulisse der Welt: Eiger, Mönch und Jungfrau! Maximal 250 Teilnehmer, darunter auch Urs Walter vom Tristar Schaffhausen.

 


 

Inferno Triathlon vom 21.8.2010

Urs Walter

 

Der letzte Triathlon der Saison - wie würde er ausgehen? Die zwei wichtigsten Wettkämpfe gelangen gut, waren aber noch ein wenig in den Knochen, da ich nicht komplett regeneriert war. Aber der Rhythmus sollte ein ganz anderer, nämlich langsamerer sein, denn rund 10 Stunden wollte ich unterwegs sein an diesem Tag, der um 06:30 mit dem Schwimmen begann.

Die Orientierung gelang aufgrund der guten Sicht bestens. Ich trug zwar an diesem Tag zum ersten Mal eine neue Schwimmbrille, was ja nicht als vorbildhaft gelten darf, aber ich merkte, dass das Schwimmziel irgendwann doch näher rückte. Allerdings enttäuschte mich die Zeit: 54 min für 3,1 km, nicht wirklich berauschend und in der Tat 9 min langsamer als im Vorjahr. Grund war der Wind von Interlaken her bzw. damit verbunden der Wellengang.

Aber es sollte ja erst losgehen, Zeit zum Nachdenken blieb keine, sofort galt es, die ersten 600 Höhenmeter des Tages auf den Beatenberg in Angriff zu nehmen. Das Wetter sollte den ganzen Tag über perfekt sein, und so liess ich es mir nicht nehmen, die grandiose Aussicht auf die Berner Alpen und den Thunersee zu würdigen. Allerdings nur dann, wenn ich nicht gerade am Verpflegen war - die Nahrungsaufnahme ist an diesem Anlass speziell wichtig, denn weil es immer wieder steil bergauf geht, klettert der Puls immer wieder, so dass Kalorien sich am Berg nicht anbieten. So verzehrte ich kurz vor Meiringen bewusst einen ganzen Powerbar, denn bald sollte es losgehen mit der extra harten Grossen Scheidegg. Oben angelangt, wurde man mit einer phantastischen Aussicht belohnt und durfte sich auf die Abfahrt nach Grindelwald freuen.

Dann folgte das MTB. Zuerst dachte ich, dass die hintere Bremsanlage blockiert war, dermassen langsam kamen mir die ersten paar Kilometer vor. Aber als ich feststellte, dass die anderen auch nicht schneller waren, merkte ich, dass ich mein Tempogefühl zuerst anpassen musste. Langsam wurde es heiss, aber je mehr man sich den 2000 m über Meer näherte, ging auch ein kühlerer Wind.

Bis zum Laufen verlief alles optimal, keine Krise, nur ein kleiner Sturz an einer schwierigen Passage mit dem MTB, kein echter Hungerast. Aber der härteste Teil folgte ja noch. Würde es reichen, um unter 10 h zu bleiben? Müsste es eigentlich, dachte ich, immerhin bleiben noch über 3:15 für die 25 km. In Mürren, rund 1600 m.ü.M., hörte ich, dass ich innerhalb der ersten 10 war. Wahnsinn, ging es mir durch den Kopf. Würden die anderen erst noch kommen, oder kämpfen sie selber mit sich genug? Ich jedenfalls tat es, so heftig es ging. Verdammt hart! Das Ziel liegt auf fast 3000 m, und der härteste Teil sollte erst noch kommen. Die Minuten verrannen wie Schnee an der Sonne. Allmählich merkte ich, dass die 10h verstreichen würden, wusste aber gleichzeitig, dass ich trotzdem so schnell laufen (oder wandern) musste wie möglich, wenn ich meinen Platz behalten wollte.

Es sollte klappen: als 7. bin ich ins Ziel gekommen, wo ich eine herrliche Aussicht im berühmten James-Bond-Drehrestaurant geniessen konnte bei zwei Tassen Kaffee. Geschafft! Der Lohn? Unvergessliche Eindrücke und 200 Fr. in Form eines Essensgutscheines in einem 4-Sterne-Haus in Interlaken.

 

 


Schwimmen:


Thun - Oberhofen
Distanz 3.1 km

Zeit: 54:34 Stunden



 

Road Bike:


Oberhofen (562 Meter über Meer) - Sigriswil (810) - Beatenberg (1153) - Interlaken (563) - Meiringen (593) - Grosse Scheidegg (1962) - Grindelwald (943).
Distanz 97 km, Steigung 2145 m.

Zeit : 3:44:02 Stunden


 



Mountain Bike:


Grindelwald (943) - Kleine Scheidegg (2061) - Wengen (1275) - Lauterbrunnen (795) - Stechelberg (862).
Distanz 30 km, Steigung 1180 m.

Zeit : 1:59:12 Stunden

 




Berglauf:


Stechelberg (862) - Lauterbrunnen (795) - Mürren (1640) - Schilthorn (2970).
Distanz 25 km, Steigung 2175 ( woow ).

Zeit : 3:28:18 Stunden

 

 


 

Kurzbericht vom Inferno Triathlon am 22.08.2010 von Klaus

 

Der Inferno Triathlon ist selbst für einen sehr erfolgreichen Langstreckentriathleten wie Urs Walter eine ganz besondere Herausforderung. Seine bisherigen Wettkampfergebnisse zeigen ,  welches Potential in Urs steckt: z.B.  Ironman Klagenfurt 2000 Gesamtzeit : 8:58:50 Stunden , Ironman Hawaii 2002 Gesamtzeit: 9:35:36 Stunden.

Alleine die 5500 Steigungsmetern lassen erahnen, welche Anstrengung nötig ist, um den Wettkampf überhaupt zu beenden. Urs startete   innerhalb eines Monats beim   Langsteckentriathlon in Roth  ,  Schaffhauser Triathlon und eine Woche darauf der Inferno Triathlon . Geschickt legte der Gymnasiallehrer für Griechisch und Latein die Termine in die 5 wöchigen Schulferien und konnte dadurch wie ein Profi Trainieren und auch Regenerieren.

Bei Traumwetter und Fernsicht forderte der knüppelharte Erlebnismegathlon von Urs alles ab. Als Belohnung hatte er am Ziel auf dem 2970 Meter hohen Schilthorn einen grandiosen Blick und das unvergessliche Gefühl zu den anspruchsvollsten  Wettkämpfen der Welt unter den besten 10 ( Rang 7 )  beendet zu haben. Alle Entbehrungen haben sich gelohnt. In der Altersklasse belegte einen sehrguten Rang 5.

 

Herzlichen Glückwunsch.

Klaus 

 

 

Homepage Inferno Triathlon : http://www.inferno.ch/index.php?page=125

 

Ergebnisse: http://services.datasport.com/2010/tri/inferno/