Erlebnisbericht Trainingslager Fuerteventura

( von Sebastian King )

 

Sebastian     Klaus     Wolfgang    Florian    Jochen   Marcel    Martina

 

 

Wer nun weiß, dass Fuerteventura nur einen Bruchteil der Größe Deutschlands besitzt, kann folgern, dass nach zwei Wochen nicht mehr allzu viele Straßen übrig waren, die wir nicht schon zwei oder dreimal unter die Räder genommen hatten. Aber vielleicht ist es genau das, was tausende von Sportlern seit einigen Jahren auf diese Insel zieht. Getreu dem Slogan unseres Hotels „Free your mind“ oder wie wir zu sagen pflegten „Mach(t) die Birne leer“, braucht es nämlich wirklich nicht viel, um sich im Straßennetz Fuerteventuras zu Recht zu finden. In eben diesem Hotel mit dem schönen Namen „Playitas“ treffen sich zu dieser Jahreszeit neben vielen Amateuren, zu denen wir uns zählen, alle, die in der Branche Rang und Namen haben. Sei es am Buffet oder im Swimmingpool, es ist nicht selten, dass man den Stars von heute und auch denen von gestern hautnah begegnet. Einen dieser Stars, deren größte Erfolge bereits einige Jahre zurückliegen, entlarvte Klaus bereits am Stuttgarter Flughafen. Anders als wir, die voller Vorfreude in Richtung Abflughalle schlenderten, trottete dieser Champ vergangener Tage eher missmutig durch die Gegend. Vor Ort stellten wir dann fest, dass man wohl auch mit einem Sieg beim Ironman Hawaii als Triathlonprofi noch nicht ausgesorgt hat und Jahre später sein Taschengeld im Zweifelsfall als Tourenguide verdienen muss. Vielleicht war das ein Grund seiner bescheidenen Laune.

Neben lauter alten Hasen, was die Erfahrung mit Trainingslagern rund um den Globus angeht, war es für mich eine Premiere schon Ende Februar in kurzem Outfit unter südlicher Sonne zu radeln. Dementsprechend oft stellte ich mir im Voraus die Frage, wie lange es denn Spaß machen würde mit Wolfgang „ die Dampfwalze“ Müller (O-Ton Klaus) tagtäglich Rad zu fahren, bzw. wie lange es gehen würde bis die Oberschenkel anfangen zu streiken. Doch anders als erwartet/ befürchtet, sorgte der strukturierte Trainingsaufbau und die gekonnte Tourenführung durch das Schramberger Triathlon-Urgestein für ein durch und durch abwechslungsreiches Trainingslager und die ein oder andere Kaffepause auch für die nötige Erholung.À propos  Erholung, der Begriff „Ruhetag“ bekam für mich während dieser zwei Wochen eine ganz andere Dimension. Was daheim als Tag genutzt wird, an dem Sport eine untergeordnete Rolle spielt, war auf Fuerteventura ganz im Gegenteil der Fall. So wurde der „Ruhetag“, mit morgendlicher Schwimmeinheit, lockerem Beine ausschütteln über Mittag auf dem Rad und längerem Lauf am Abend, gefühlsmäßig härter als so manche sechsstündige Radausfahrt. Nichtsdestotrotz stand dieses Trainingslager im Zeichen der Grundlagenausdauer und nur am Berg hieß es für den ein oder anderen ab und zu mal „abballern“. Auch wenn man sich dabei genau überlegen musste, wie viele Körner man sich vielleicht sinnvoller Weise noch bis zum Hotel aufheben sollte, denn die obligatorische Koppellauf-Einheit durfte natürlich nicht fehlen. Spätestens nach diesen 1000m „Vollsprint“ war dann geklärt, wer an diesem Tag die besten Beine hatte.

Abschließender Höhepunkt eines sehr gelungenen Trainingslagers war für uns schließlich die Königsetappe mit dem ehemaligen Schramberger Weltklasse Triathleten Holger Lorenz. Dieser ließ uns eindrucksvoll spüren, wie viel Power noch immer in seinen Beinen steckt. Spätestens nach dieser Ausfahrt war der Akku dann endgültig leer und die Vorfreude auf die RUHEtage daheim deutlich zu verspüren.
 


Zusatzinfo von Klaus :

 

Trainingurlaub Fuerteventura vom 26.02.2011 - 08.03.2011

Schwimmen :        12 KM in 5 Stunden

Radfahren:             780 KM in 30 Stunden

Laufen :                70 KM in 6 Stunden

 

Gesamttrainingszeit: 41 Stunden

 

 

Ich hatte das anstrengende Vergnügen 10 Tage lang mit der sportlichen Gruppe vom TRIA Schramberg die reizvolle Vulkanlandschaft auf der windanfälligen Sonneninsel Fuerteventura unsicher zu machen.

Es wurde nie langweilig und die gute Stimmung in der rührigen Truppe war doch außergewöhnlich. Jeder gab gerne sein Wissen in Theorie und Praxis weiter . So profitierte ich wirklich von den 10 Tagen.

Hier noch mal das 10 tätige Trainingslager in Zahlen aus meiner Sicht. Der Rest der Gruppe blieb nochmals 4 Tage länger um wirklich jedes Sträßchen auf der Insel mit dem Rad abgefahren zu sein.